2012

08.05.12 -  Petition gegen den Kahlschlag im Wagenladungsverkehr  - Philipp Hadorn, Nationalrat SO, Gewerkschaftssekretär SEV

Während das Nationale Parlament eine Gesamtkonzeption des Schienengüterverkehrs in der Schweiz verlangt, beabsichtigt SBB Cargo die rasche Schliessung von 155 Zustellpunkten. Dies entspricht(knapp ein Drittel des Angebotes!. Dabei gibt der Bundesrat in Missachtung des Parlamentes der Unternehmung den Freipass, gar 29 Bedienpunkte des in der Leistungsvereinbarung festgelegten Grundangebotes aufzugeben.

08.05.12 -  1. Mai-Ansprache von Martin Naef, Nationalrat ZH  - Referat von Martin Naef, Nationalrat ZH

Eigentlich wollte ich es mir einfach machen. Ich schaute mir also meine Rede an, die ich 2007 am 1. Mai in Bülach gehalten habe. Diese Rede begann dann allerdings mit den Worten „Was sagt man als Präsident der SP Kanton Zürich drei Wochen nach der grossen Wahlniederlage?“ Nun bin ich nicht mehr der Präsident, vor allem aber haben wir nicht verloren. Im Gegenteil: Der Linken ist es in den vergangene Wochen gelungen, wichtige Weichenstellungen vorzunehmen. Es ist uns gelungen, den Finanzplatz süüferli aber hartnäckig in Richtung einer Weissgeldstrategie zu führen. Einer Strategie, die ganz einfach davon ausgeht, dass wir nur Geld damit verdienen wollen, dass wenn jemand Geld hier anlegt, er sein Geld ehrlich verdient hat und er sein Geld ehrlich versteuert. Voilà!

01.05.12 -  1. Mai-Ansprache von Hans Fässler, Historiker, SP-Sekretär 1986-93, SP-Kantonsrat 1984-1994  - Referat von Hans Fässler, Historiker, SP-Sekretär 1986-93, SP-Kantonsrat 1984-1994

Liebe Brüder und Schwestern - Es hat eine Zeit gegeben in meinem Leben, da wäre es nicht ganz unmöglich gewesen, dass aus mir ein Pfarrer geworden wäre. Darum die etwas ungewöhnliche Anrede.

08.05.12 -  Die Bausparzwängerei: Zwei Abstimmungen trotz klarem Volksentscheid  - Referat von Marina Carobbio Guscetti, Nationalrätin TI, Vizepräsidentin der SP Schweiz, Präsidentin des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbands

Das Bausparen bringt nicht die erhoffte Förderung des Wohneigentums, sondern ist wirkungslos, ungerecht und verursacht hohe Steuerausfälle. Bausparen ist ungerecht gegenüber denjenigen, die kein Wohneigentum kaufen können oder wollen und verschärft  noch die steuerliche Ungerechtigkeit zwischen Mietenden und Eigentümern. Im Vergleich mit MieterInnen in vergleichbarer familiärer und finanzieller Situation zahlen WohneigentümerInnen aufgrund tiefer Eigenmietwerte und gleichzeitig hohen Abzugsmöglichkeiten, wie z. B. Unterhalt oder Schuldzinsen, weniger Steuern.

08.05.12 -  Kampfjet-Posse geht weiter und das Referendum rückt näher  - Evi Allemann, Nationalrätin BE

Die Kampfjetbeschaffung wird immer mehr zur Posse – fast wöchentlich wird wieder ein neues Kapitel aufgeschlagen. Ende April etwa hat der Bundesrat beschlossen, die Beschaffung um weitere zwei Jahre zu verschieben. Begründet wird der Entscheid damit, dass man gemeinsam (sprich zeitgleich) mit dem schwedischen Staat beschaffen wolle. Der Entscheid wurde mit wenig Erstaunen zur Kenntnis genommen, so als gäbe es nichts Normaleres als ständige Fahrplanwechsel in einem mehrere Milliarden Franken schweren Dossier. Einige Turbulenzen und Monate früher hätte diese Verzögerung laute Empörung hervorgerufen. Brisant ist weniger die Verzögerung, als die Begründung: Das Konzept der "gemeinsamen" Beschaffung mit Schweden birgt nämlich grosse finanzielle und technische Risiken. Was die Schweiz für die vorgesehenen 3.1 Milliarden Franken genau erhält, steht in den Sternen. Es könnte am Ende wesentlich weniger sein, als was der Bundesrat im Oktober 2012 in die Botschaft schreibt. Das gesetzliche Erfordernis der Beschaffungsreife scheint mir beim noch nicht existierenden Gripen E/F nicht erfüllt zu sein. Zudem wird immer offensichtlicher, wie risikoreich es ist, ein Flugzeug zu beschaffen, das in der konkreten Konfiguration erst auf dem Papier besteht und dessen Herkunftsland sich noch mitten im politischen Entscheidprozess über die Wei-terentwicklung des Flugzeuges befindet.

01.05.12 -  1. Mai-Ansprache von Paul Rechsteiner, Ständerat SG, Präsident SGB  - Referat von Paul Rechsteiner, Ständerat SG, Präsident SGB

Wir haben in der Schweiz jetzt 10, 15 Jahre neoliberale Entwicklung hinter uns. -10, 15 Jahre der Ungleichheit. 10, 15 Jahre Fehlentwicklung. 10, 15 Jahre, in denen die hohen und höchsten Einkommen krass zugelegt haben, während alle anderen, die Mehrheit mit unteren und mittleren Einkommen, stehen geblieben sind.

01.05.12 -  1. Mai-Ansprache von Margret Kiener Nellen, Nationalrätin BE  - Referat von Margret Kiener Nellen, Nationalrätin BE

Der 1. Mai wird in der Schweiz seit 1890 gefeiert und ist der einzige wirklich internationale Feiertag. Millionen von Menschen feiern ihn heute in der ganzen Welt als Zeichen der Solidarität und des Kampfes für eine soziale, gerechte und solidarische Welt.

01.05.12 -  1. Mai-Ansprache von Philipp Hadorn, Nationalrat SO  - Referat von Philipp Hadorn, Nationalrat SO

Die Gewerkschaftsbewegung lanciert dieses Jahr den Aufruf zum 1. Mai mit dem Slogan Mehr: mehr Schutz, mehr Lohn und mehr Rente. Tag der Arbeit – ein überholtes Relikt des Klassenkampfes?

01.05.12 -  1. Mai-Ansprache von David Roth, Präsident Juso, Vizepräsident der SP Schweiz  - Referat von David Roth, Präsident Juso, Vizepräsident der SP Schweiz

Mehr! Mehr ist das Motto des diesjährigen 1. Mai. Mehr Lohn, Mehr Rente, Mehr Schutz. Das greift mitten in die Realität der Arbeitnehmenden: Es ist die Forderung nach dem verdienten Teil des gemeinsam erwirtschafteten Wohlstandes, nach dem angemessenen Stück des Kuchens. Der Gewerkschaftsbund hat im Verteilungsbericht zum zweiten Mal klar aufgezeigt, wie dieser Kuchen zur Zeit verteilt ist: Das dickste Stück des Kuchens schneiden sich die Reichen ab und die sind nimmersatt.

01.05.12 -  1. Mai-Ansprache von Hans Stöckli, Ständerat BE  - Referat von Hans Stöckli, Ständerat BE

Heute haben wir den 1. Mai, den 122. Tag des Jahres eines Schaltjahres. Und seit 1890 gilt der 1. Mai  als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ im Gedenken an die Opfer eines Streiks der Arbeiter in Chicago. Also sind wir daran, zum 122. Mal diesen Feiertag zu begehen. Und es ist der einzige Feiertag, der auf der ganzen Welt, in allen Kulturen durchgeführt wird.

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