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Stellungnahme Ortsplanungsrevision Aarberg, Phase 2 Mai 2011

Stellungnahme der SP Aarberg zum Traktandum 1 der Gemeindeversammlung vom 26. Mai 2011, Ortsplanungsrevision Aarberg, Phase 2

Die SP Aarberg empfiehlt die Ortsplanungsrevision Phase 2  anzunehmen und somit eine  sinnvolle Planung der Überbauung im Ziegeleiareal zu ermöglichen.

Der SP Aarberg ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass auch ohne Annahme der Ortsplanungsrevision (Nutzungszonenplan und Änderung im Baureglement) die Investoren auf dem Ziegeleiareal sofort mit dem Bauen beginnen können und ohne Einbindung und ohne Rücksprache mit der Gemeinde Aarberg eine Überbauung realisieren könnten. Die Nachteile, die daraus entstehen würden, sind für die Gemeinde Aarberg gravierend.
Die Überbauung im Ziegeleiareal würde nicht gesamthaft in Angriff genommen, sondern zerstückelt und in einzelnen Abschnitten. Eine optimale Ausnutzung dieses Gebietes wäre in diesem Fall nicht gegeben und die Investoren wären auch nicht verpflichtet, 20% der Bruttogeschossfläche als Wohnnutzung einzuhalten. Die Wohnnutzung würde deutlich unter diesen 20% liegen. Die SP Aarberg hat sich stark für eine Erhöhung dieser Wohnnutzung auf 20% eingesetzt, da der Wohnraum an zentraler Lage sehr gefragt und ebenfalls sinnvoll ist.

Die Investoren, die eine Überbauung auf dem Ziegeleiareal planen, sind bereit, auf der Arola-Kreuzung einen Kreisel zu finanzieren und der Kanton wäre dann allenfalls auch bereit, auf der Bärenkreuzung einen Kreisel zu bauen. Somit wäre der Verkehrsfluss garantiert. Noch viel wichtiger erscheint der SP in diesem Zusammenhang die Verkehrssicherheit. Die Bärenkreuzung ist für Radfahrer äusserst gefährlich. Durch einen Kreisverkehr würde die Situation deutlich entschärft. Eine Überprüfung durch den Kanton hat ergeben, dass der Mehrverkehr, der ein Lebensmittelgeschäft auf dem Ziegeleiareal hervorrufen würde, durch die vorhin genannten Massnahmen aufgefangen werden könnte. Ohne eine Annahme der Ortsplanungsrevision wären auch diese Massnahmen (Bau eines Kreisels bei der Arola-Brücke) nicht mehr zwingend und somit würde auch der Bau eines Kreisels bei der Bärenkreuzung hinausgeschoben.

Zentral ist auch die Anbindung an das Stedtli (Lift, Passarelle usw.). Auch hier würden die Investoren die Gemeinde mit 500‘000.- CHF unterstützen. Diese wichtige Unterstützung  würde ebenso wegfallen, wie die anderen geplanten Massnahmen.

Die Gemeinde wurde in der Planung der Überbauung miteinbezogen und konnte verbessernd einwirken. Durch eine sorgfältige und weitsichtige Planung entsteht für die Gemeinde auf dem Ziegeleiareal ein deutlicher Mehrwehrt. Es entstehen Wohn- und Geschäftsräume an zentraler Lage, die Entwicklung nach Innen (wie im Jahr 2006 beschlossen) ist gewährleistet und es muss nicht wertvolles Kulturland eingezont werden.

Die Präsidentin

Myriam Lanz

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