Stellungnahmen der SP
Dienstleistungscenter
In den letzten Jahren hat wohl selten ein Thema die Aarberger Gemüter so erhitzt wie das Dienstleistungscenter (DLC). Auch die SP hat sich intensiv mit diesem umstrittenen Thema auseinandergesetzt und ist, wie so viele BürgerInnen und auch Ortsparteien in ihrer Meinung, gespalten.
Das Zentralisieren der Gemeindedienstleistungen, das Erstellen von dringend benötigtem Platzbedarf für das EW und den Werkhof sowie die Umnutzung der alten Zivilschutzanlage würden eher für ein DLC sprechen. Mit Kosten von Fr. 6.2 Mio. kann hier aber nicht von einem Prunkbau sondern eher von einem Zweckbau gesprochen werden.
Es gibt aber auch zahlreiche Gründe die gegen ein solches Projekt sprechen.
An der Infoveranstaltung wurde seitens des Gemeinderates auch appelliert, sich zukunftsgerichtete Gedanken für ein DLC zu machen. Will man aber für die Zukunft oder auch für den Fortschritt von Aarberg etwas bewegen, so steht für die SP ganz klar auch die Jugend im Vordergrund, denn sie garantiert unsere Zukunft. Nach wie vor müssen diverse Sportvereine ihre Tätigkeiten auswärts ausüben. Kann es wirklich sein, dass wir als zukunftsorientierte Gemeinde keinen Platz für diese Tätigkeiten haben? Es ist interessant, dass gerade jetzt, wo die Diskussion um das DLC entbrannt ist, zahlreiche damalige „Mehrzweckhalle-Gegner“ plötzlich den Bedarf einer Mehrfachsporthalle erkennen und sich dafür aussprechen. Das Revival der Sporthalle muss für den Gemeinderat, will er seine Glaubwürdigkeit in Sachen Zukunft und Fortschritt behalten, ein zukunftsorientierter Gedanke wert sein. Dieses Thema ist noch nicht vom Tisch.
Auch der Wegzug der Verwaltung aus dem Stedtli stösst bei zahlreichen SP-lern auf wenig Gegenliebe, zumal die Befürworter keine klaren Alternativen für die Belebung anbieten können.
Dass Platzprobleme für das EW und den Werkhof bestehen, ist unbestritten und bedarf einer Lösung. Das Vorgehen des Gemeinderates in dieser Sache wurde zu Recht von vielen BürgerInnen kritisiert. Es wurde nur über einen Standort und eine Variante diskutiert. Dem Bürger wurden keine Alternativen geboten. Wie würden allfällige Kosten aussehen, wenn z.Bsp. das EWA alleine, oder EWA zusammen mit dem Werkhof ein Projekt stellen würden. Gibt es andere Standorte als beim ehemaligen Verkehrsgarten, usw.?
Auch Fragen betr. Strommarktliberalisierung, wohin führt hier die Zukunft, als auch Fragen über gemeinsame Zusammenschlüsse und Fusionen mit anderen EWs wurden ungenügend beantwortet.
Damit am 24. Februar 08 mit gutem Gewissen ein Ja oder ein Nein in die Urne gelegt werden kann, bedarf es noch einiger Auf- und Abklärungsarbeit seitens des Gemeinderates.
Aarberg, 17. November 2007
SP Aarberg