Hier finden Sie 'veraltete' Informationen, welche chronologisch von neu nach alt sortiert sind:

Inhaltsverzeichnis


Gemeindeversammlung, 30.11.2006

Am 30. November 2006 fand die Gemeindeversammlung statt.

Anpassung Organisationsreglement zum Wahlprozedere der Schul- und Kulturkommission (SKK)

Die SKK wird in Zukunft durch den Gemeinderat gewählt. Die FDP konnte sich gegenüber den anderen Parteien durchsetzen und das Wahlprozedere ändern.

Den Bedenken der SVP, EDU und der SP

wurden von den grösstenteils FDP-getreuen Anwesenden zu wenig Bedeutung geschenkt.
Die Zukunft wird zeigen, ob sich diese Änderung in dem positiven Sinne bewähren wird, wie es von den Befürwortern propagiert wurde.

Marktreglement
Das Marktreglement wurde diskussionslos angenommen.

Budget
Das Budget wurde ohne Wortmeldungen angenommen.

Vizepräsident
Die SVP stellt in der Person von Fritz Affolter den neuen Vizepräsidenten. Wir gratulieren ihm zu dieser Wahl und wünschen alles Gute.

Wechsel im Gemeinderat
Robert Drewes wurde vom Gemeindepräsidenten Arnold Stalder aus dem Gemeinderat verabschiedet. Herr Stalder strich die gute Zusammenarbeit heraus und bedauerte den Rücktritt. Für den weiteren Lebensweg wünschte er Robert alles Gute.

Rudolf Krähenbühl wird die Nachfolge von Robert Drewes antreten. Wir wünschen ihm viel Engerie, Initiative und gutes Gelingen für diese anspruchsvolle Aufgabe.

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Gedanken zum 1. Mai


Der 1. Mai, der „Tag der Arbeit“, hat bei der Bevölkerung stark an Bedeutung verloren. Suchen wir in den Veranstaltungskalendern nach 1.-Maifeiern, finden wir meist wenig, bis gar nichts.
Den Grund dafür zu finden, ist nicht schwierig. Die Situation der ArbeitnehmerInnen - schauen wir 200 Jahre zurück - hat sich trotz der fehlenden Lehrstellen und der nicht vorhandenen Arbeitsplätzen verbessert.
Ein Blick zurück:
Am 14. Juli 1889, zum 100. Jahrestag des Sturms auf die Bastille, trafen sich 400 VertreterInnen sozialistischer Parteien und Gewerkschaften, aus allen Ländern zu einem internationalen Kongress in Paris.
Auf einer Resolution von Raymond Felix Lavigne stand:
"Es ist für einen bestimmten Zeitpunkt eine große internationale Manifestation zu organisieren, und zwar dergestalt, dass gleichzeitig in allen Städten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die öffentlichen Gewalten die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen (...). In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kundgebung bereits von dem amerikanischen Arbeiterbund (...) für den 1. Mai 1890 beschlossen worden ist, wird dieser Zeitpunkt als Tag der internationalen Kundgebung angenommen."
Zunächst sprach man nicht von einer Wiederholung oder einer Institutionalisierung dieses Tages, doch es kam anders.
Der 1. Mai, als Feiertag fand in der Schweiz zum ersten Mal 1890 statt. Ein Jahr nach dem grossen Treffen in Paris. Laut dem Historischen Lexikon, gehört die Schweiz zu den wenigen europäischen Staaten, die seit 1890 eine ungebrochene Tradition der 1.-Maifeiern aufweisen.
Da die 1.-Maifeiern oft während der Arbeitszeit stattfanden, hatten die Teilnehmenden oft mit Sanktionen zu rechnen. Ab Mitte 1890 wurde verbreitet einen unbezahlten Freitag gewährt, um an den Demonstrationen und Festen teilnehmen zu können.
In grösseren Ortschaften bestand die Maifeier aus drei Teilen: einer Demonstration der Arbeiter, die mit Musik begleitet mit Transparenten, Fahnen und Tafeln mit Forderungen aufmarschierten, dann einer Kundgebung mit politischen Reden, gelegentlich auch Resolutionen und schliesslich einem Fest in einem Lokal, auf einem Platz oder im Wald.
Nach 1900 gewann der politische Aspekt an Bedeutung. An den Festen wurden in Städten mehrere Tausend Beteiligte gezählt. Der 1. Mai des Jahres 1919 - wenige Monate nach dem Landesstreik - ging in die Geschichte ein, weil ihn die Gewerkschaften zum Stichtag für die Einführung der 48-Stunden-Woche machten. Danach sank die Beteiligung stark, ausser in Basel, wo der 1. Mai seit 1923 ein Feiertag ist. Nach einem Tiefpunkt im 2. Weltkrieg, als im Zeichen der Geistigen Landesverteidigung sogar die Parolen der Zensur unterlagen, erlebten die Maifeiern einen Wiederaufschwung. Im Kalten Krieg wandelten sie sich zunehmend zu unpolitischen Ritualen, an denen auch Trachtengruppen, bürgerliche Musikvereine und Ehrendamen teilnahmen.
Eine Veränderung ist ab den 1960 Jahren zu beobachten. 1. Maifeiern werden zunehmend von Fremdarbeitern besucht. Das Erscheinungsbild wurde multikulturell, die Forderungen international.

Quelle: Erster Mai, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 11.02.2005: Link zur Quelle
Heute müssen wir nicht mehr für die 48- Stunden-Woche kämpfen oder für den acht Stundentag. Die Situation hat sich verändert, viel zu viele geben sich mit der jetzigen Situation zufrieden oder haben bereits resigniert. Vor allem heute ist ein Zusammenhalten, ein Kämpfen für Bildung, Arbeitsplätze, Lehrstellen, Lohngerechtigkeit und Gleichberechtigung national und international wichtiger denn je!

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